Mai 22, 2024

Stimmungskiller

Der Krankenstand ist bei der S-Bahn eigentlich im grünen Bereich und trotzdem bekommen sie die Schichten nicht vollgepackt. Letzten Freitag war es wieder symptomatisch. Die SMS kam wie gerufen: „wer helfen kann“ soll sich melden. Naja, probieren kann man ja mal? Man kann sich vorstellen, wie nach so einer „Bitte“ die Drähte heißlaufen. Und siehe da, mittags kommt die nächste SMS mit 80 Euro extra. Ende letztes Jahr war der Höhepunkt und schön ein paar Tausende Euro hat die S-Bahn auf diese Weise drauf gezahlt.

Um die realen Zahlen unter dem Radar zu halten, reißen sie ein Loch auf und stopfen das andere. Sie sind „dankbar“ über jede Baustelle und Kehranlage, die nicht genutzt werden kann und nicht in ihre Verantwortung fällt. Auch das ist ein Effekt der Ausschreibung: alles nehmen und zusagen, was man eigentlich nicht schaffen kann. Ein „realistischer“ Fahrplan wäre ein Alarmsignal.

Es fehlen halt überall Leute und Technik, die mitspielt. Das wird mit Bezahlen von Extra-Schichten und Überstunden nicht gelöst. Nur versteckt.

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