Februar 25, 2024

Nach tödlichem Unfall in der Pariser Metro: Fahrer angeklagt und Kolleg:innen reagieren mit Streik

Samstag vor knapp 2 Wochen starb eine Frau in der Pariser Metro auf der Linie 6, nachdem sie mit ihrer Kleidung in der Tür stecken geblieben ist. Letzten Freitag wurde dann gegen den U-Bahn-Fahrer Anklage wegen fahrlässiger Tötung im Eisenbahnverkehr erhoben.

Mehrere Dutzend Kolleg:innen der RATP (Pariser ÖPNV) versammelten sich vor dem Gericht in Paris, um ihren Kollegen zu unterstützen. „Wenn der Fahrer angeklagt wird, wäre das eine Kriegserklärung an alle Fahrer“, sagte der Bundessekretär der Gewerkschaft FO RATP gegenüber der Presse. Auf der Linie 6 steht den Fahrern nur ein einfacher Spiegel zur Verfügung, um zu kontrollieren, ob die Türen richtig geschlossen sind, und das Material ist 40 Jahre alt, erklärte die Gewerkschaft FO RATP. Andere Kollegen „streikten“ aus Solidarität. Die Linie 6 der Pariser Metro fuhr am Freitagmorgen gar nicht, auf zwei anderen Linien war der Verkehr einegschränkt, da die Fahrer von ihrem „Zurückbehaltungsrecht“ Gebrauch gemacht hatten, sich also darauf berufen haben, dass die Bedingungen nicht sicher sind und sie aus Sicherheitsgründen nicht fahren können.

https://www.francetvinfo.fr/france/ile-de-france/paris/accident-mortel-dans-le-metro-a-paris-le-conducteur-presente-a-un-juge-d-instruction-apres-sa-garde-a-vue_5796398.html

Bel-Air (métro de Paris) – Quelle: wikipedia

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