Juni 24, 2021

Was die Wissenschaftler fordern – was die Bahn draus macht

Seit Anfang März gibt es die Schnelltests. Die Wissenschaftler wiederholen und wiederholen: Tests alle 48 Stunden erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Corona frühzeitig zu diagnostizieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Die Wissenschaftler fordern „hochfrequentes screening“ zusätzlich zu den sonstigen Gesundheitsschutzmaßnahmen: Lüften, größere Räume und so weiter. Und einfach zugänglich muss das Testen auch sein. Das ist der Maßstab, wenn unsere Gesundheit und die unserer Familien und Freunde an erster Stelle stünde.

Wie läuft das bei der Bahn?

Bei Regio gibt es in Lichtenberg einen Raum für Corona-Tests. Zugbegleiter:innen können sich zweimal pro Woche testen lassen, Lokführer:innen nur einmal. Aber nicht in der Arbeitszeit? Sonst und für alle, die nicht fahren, also Dispo, Werkstatt usw. gibt es ein bisschen Schnelltests für zu Hause; ohne Bescheinigung und auch sonst wird man mit den Dingern und dem Papierkram alleine gelassen.

Bei der S-Bahn gibt es Südkreuz, Ostbahnhof und im Werk Schöneweide Testräume. Aber für Lokführer:innen gibt es auch nur einen Test pro Woche, der Kundenkontakt wurde wegdefiniert. Für Zugräumer gibt es wiederum mehr Tests. Aber räumen Tf keine Züge? Oder künftig Luft anhalten? Oder machen die Mutanten eine Biege, wenn sie einen Lokführer erkennen? Wir tragen ja nicht einmal mehr Uniform..… Die mobilen Aufsichten wissen gar nicht richtig. Aufsichten haben angeblich auch keinen Kundenkontakt. Und alles außerhalb der Arbeitszeit?

Wenn man lieber NICHT so ganz genau wissen will, wie viele Leute infiziert sind und andere möglicherweise angesteckt haben könnten, wie würde man das machen? Genau so!!

Die Bahn will sich aus der Verantwortung ziehen. Ganz wie die Politiker diese Woche wieder gezeigt haben.

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