Oktober 1, 2022

Großbritannien: Die Eisenbahner:innen streiken… und nicht nur sie

Am Samstag Ende Juli haben 6.000 Lokführer:innen von sieben privaten Unternehmen die Arbeit niedergelegt. Der Zugverkehr war vollständig lahmgelegt und sie haben rund 50 Streikposten organisiert. Dieser Streiktag folgte mehreren früheren Streiktagen mit bis zu 40.0000 Bahner:innen, unter ihnen Fahrdienstleiter und Zugbegleiter, von 14 Bahnunternehmen und Network Rail. Die Bahner:innen fordern Lohnerhöhungen, die mindestens die Inflation ausgleichen, die in Großbritannien zwischen 9% und 11% liegt. Es geht aber auch um Arbeitsplätze, denn Restrukturierungen mit großem Stellenabbau sind geplant und drivers-only-operation (auf dem Zug ist nur noch ein Lokführer ohne weiteres Fahrpersonal). Weitere Streiks bei den Bahnen sind für diesen Freitag, 13. August, und nächste Woche 18. und 20. August angekündigt. Ihnen folgen die Beschäftigten der Londoner U-Bahn und von Arriva Rail (hallo Deutsche Bahn!) am 19. August. Auch hier geht es um Lohnerhöhungen und Arbeitsplätze. Ende Juli schlossen sich ihnen für 2 Streiktage die Beschäftigten von British Telecom an, die zum ersten Mal seit 1987 streikten. Die Streikwelle erfasste inzwischen amazon, wo es in mehreren Lagern „wilde Streiks“ gibt mit Arbeitsniederlegungen, Besetzung der Kantinen und „go slow“-Protesten. Fast täglich ist in Großbritannien von Urabstimmungen (ballot) und Streiktagen zu hören. Alle fordern Lohnerhöhungen, die mindestens die Inflation ausgleichen. Der „summer of solidarity“ ist heiß und breitet sich aus…

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