Oktober 1, 2022

Schlechte Dienstpläne gibt es überall. Streik auch.

In Frankreich tobt gerade ein wichtiger Streik: Busfahrer:innen im östlichen Stadtrand von Paris wehren sich gegen Transdev (den Laden kennen wir, sie wollen sich einen Teil der Berliner S-Bahn holen).

Seit zwei Wochen weitet sich der unbefristete Streik aus: fast jeden Tag schließen sich neue Betriebshöfe an. Die Kolleg:innen fordern die volle Bezahlung der Tätigkeitsunterbrechungen während eines Dienstes, ein Ende der geteilten Dienste (Schichten mit ein paar Stunden am Morgen, der Rest am Abend), und eine Begrenzung der Schichten auf 8 Stunden pro Tag.

Der Streik ist eine Reaktion auf eine Offensive der Unternehmen, die früher oder später alle Beschäftigten des Transportsektors betrifft. In der Pariser Region steht diese Offensive in Verbindung mit dem Beginn der Ausschreibungen des öffentlichen Verkehrsnetzes. Die Notwendigkeit einer einheitlichen Streikantwort auf die wachsende Zersplitterung durch die Privatisierungen und den undurchsichtigen Dschungel der Tarifverträge ist spürbar.

Für den 5. Oktober ist außerdem in Frankreich ein berufsübergreifender Streik geplant.

auf dem Transparent: „Betriebshof im Streik“ – Foto: L’Anticapitaliste
Foto: L’Anticapitaliste

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