Die Strategie der DB, die ganze Bahn in viele Teile aufzuspalten hat auch zur Folge, dass man sich unter Kollegen kaum noch kennt und Ärger untereinander schneller entsteht. Pausenräume bei der S-Bahn ist zum Beispiel ein ewiges Thema. Nicht nur bei den Tf. Es gibt die mobilen Aufsichten und die Kollegen von der Sicherheit. Aber die haben nicht mal richtige Pausenräume. Gerade mal so ist es den Kollegen von der Sicherheit erlaubt, dass sie die Tf-Pausenräume mitbenutzen dürfen oder sie kriegen eine kleine Buchte zugewiesen, vielleicht irgendeine ehemalige Aufsicht, wo die Heizung nicht funktioniert. Dank der Sparmaßnahmen beim Angebot zum Verkehrsvertrag, sind die meisten DB Sicherheits-Kollegen bei Sub-Sub-Firmen angestellt, wo es gerade mal Mindestlohn gibt, aber keine Wertschätzung vom Boss. Berlin ist riesig, und doch gibt die S-Bahn im Vergleich zu Hamburg viel weniger Geld dafür aus.
Es gibt immer weniger Ruderer, die das Schiff vorwärts bringen. Gleichzeitig zieht die DB Grenzen zwischen Kollegen hoch und herrscht mit der Methode „jeder gegen jeden“. Die Zündschnur wird damit immer kürzer, die Genervtheit sowieso…
Aber Fahrpersonal braucht die Unterstützung der Sicherheitskollegen. Die müssten alle Teil der S-Bahn sein mit denselben Arbeitsbedingungen und guter Ausbildung. Dann wäre auch weniger Stress im Falle von Problemen mit Fahrgästen, weil man als Kollegen immer direkt kommunizieren könnte. Mega Pausenräume für alle sind sowieso das Mindeste. Also bringen wir Kritik unter Kollegen ganz normal rüber. Lassen wir nicht zu, dass die DB den Ärger nach unten zu uns durchreicht.

