Am 28. Februar gab es in Griechenland einen großen Generalstreik. Der war am 2. Jahrestag des furchtbaren Zugunglücks 2023, bei dem 11 Arbeiter und 46 Passiere, vor allem junge Leute, gestorben sind. Ein Zugunglück, das direkte Folge von Privatisierungen und Sparmaßnahmen war – unter Druck der EU. Immer mehr Lügen über das Unglück kommen ans Licht. Alle bereiten den nächsten Generalstreik am 9. April vor.
In Serbien gehen seit November – angeführt von den Studierenden – hunderttausende gegen das politische und wirtschaftliche System auf die Straße. Anlass war der Einsturz eines Bahnhofsdach, bei dem 15 Leute starben. Pfusch am Bau war das gewesen. Man hört von den Protesten hier praktisch nichts, weil Serbien und Deutschland dicke miteinander sind, die Geschäfte laufen blendend.
Und nun protestieren Tausende auch in Mazedonien, nachdem bei einem Feuer in einem Club 59 vor allem junge Leute ums Leben kamen. Auch hier starben Menschen, weil andere gute Geschäfte gemacht haben. Ein ganzes System an Leuten und Firmen bereichert sich schon lange ohne Regeln. Drei Länder, drei Massenproteste.
Und jetzt ist der Funke auch auf die Türkei übergesprungen, wo seit einer Woche in praktisch allen Landesteilen protestiert wird für Demokratie und Gerechtigkeit.

