September 25, 2021

Die Zeichen stehen auf Streik

Beim Zwischenstopp der Fahrraddemo vor dem Bahntower haben einige Bahner spontan am Mikrofon gesprochen. Einer wies auf die Krankenhausbeschäftigten, die Fahrradkuriere von Gorillas und die Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel. Auch mit denen müssten wir solidarisch sein, es hilft nicht ne Runde Beifall zu klatschen, das muss sich auch in den Arbeitsbedingungen und auch im Geld mal bemerkbar machen, sagte er. Es gab mega Zustimmung dafür.

Im Rahmen der „Berliner Krankenhausbewegung“ waren letzte Woche die Kolleg:innen der Charité, Vivantes und der Vivantes Tochtergesellschaften im Warnstreik für mehr Personal sowie den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes für alle. Egal ob Pflege, Reha, Hebammen, Azubis, Therapeut:innen oder Service-Mitarbeiter:innen – alle waren dabei. „Für Wandel wart ihr nicht bereit, unsere Antwort lautet Streik“ oder „Lufthansa 9 Mrd., Galeria Kaufhof 460 Mil., Gute Pflege: Applaus“ stand auf Plakaten. Eine Delegation von GDL-ern hat die Streikenden auf deren Demonstration vor der vivantes-Zentrale besucht und Solidaritätsgrüße gebracht. Dafür gab es viel Dank. Vivantes hatte auch versucht, den Streik verbieten zu lassen, was letztlich nicht nur nicht geklappt hat, sondern die Leute noch fester zusammengeschlossen hat. Sie haben schnell gelernt, was vom arroganten Verhalten des Managements, eingepackt in wohlige Worte, zu halten ist. Die Urabstimmung diesen Montag brachte daher 98% Zustimmung für Streiks (sorry GDL ;-)).

Auch bei Edeka, Rewe & Co. gab es bereits Warnstreiks, weil die Unternehmen praktisch keine Lohnerhöhung zahlen wollen.

Niemand kämpft für sich allein, wenn wir uns gegenseitig besuchen, uns austauschen und auch mal gemeinsam protestieren.

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