März 19, 2026

8. März – Internationaler Frauentag

Wenn wir am 8. März zum Internationalen Frauentag auf die Straße gehen, dann tun wir das wieder als Teil einer weltweiten Bewegung für die Rechte der Frauen und transgender Personen, gegen jede Form der Ausbeutung und Unterdrückung. Wir sind auch für unsere Schwestern in Afghanistan auf der Straße, die – allein weil sie Frauen sind – systematisch entrechtet werden und Gewalt ausgesetzt sind. Und doch wissen wir, dass sie nicht aufgeben und kämpfen.

Wir sind auch solidarisch mit unseren Schwestern im Iran, die mit dem Aufstand 2022 unter der Parole „Frau, Leben, Freiheit“ der ganzen Welt gezeigt haben, dass sie nicht mehr bereit sind, sich dem islamistischen und menschenfeindlichen Mullah-Regime unterzuordnen. Sie standen auch wieder in der ersten Reihe des Aufstands, der Anfang dieses Jahres einen neuen Aufschwung genommen hatte und dann so brutal niedergeschlagen wurde.

Wir denken auch an unsere Schwestern in Gaza, die durch den Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung zusätzliche schwere Bürden zu tragen haben.

Wir sind auch Teil der Kämpfe der Frauen in der Türkei, Indien und Mexiko der letzten Jahre gegen die sexistische Gewalt.

Wir stehen an der Seite von Frauen wie Gisèle Pelicot in Frankreich, die mit klarer Haltung die patriarchale Gewalt anprangern, die noch immer den Staat und seine Institutionen sowie die gesamte Gesellschaft durchzieht. Sie hat ihren Vergewaltigern und dem System mutig ins Gesicht gesagt: „Die Scham muss die Seite wechseln.“

Und wir sind stolz auf die Zehntausenden Krankenschwestern in New York und Kalifornien, die kürzlich für bessere Löhne und eine eigene Krankenversicherung, sowie gegen die chronische Unterbesetzung gestreikt haben.

Auch hier in Deutschland haben wir viele Gründe, weiterhin auf die Straße zu gehen und darüber hinaus.

Der 27. Februar symbolisiert dieses Jahr den Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland de facto ohne Bezahlung gearbeitet haben, weil die Löhne für Frauen noch immer niedriger sind als die der Männer. Die Lohnlücke beträgt durchschnittlich 16 % und sie schließt sich kaum. Und nur wenig hat sich daran geändert, dass viele der Branchen und Berufe, in denen Frauen überwiegend arbeiten, noch immer zu den schlechter bezahlten mit prekären Arbeitsbedingungen gehören.

Die Militarisierung geht einher mit mehr Arbeitsbelastung und einer Einschränkung des Streikrechts (bei Krankenhäusern, der Deutschen Bahn und sogar bei den Kitas), was noch mehr Hürden bedeutet, um gleiche Löhne zu erkämpfen. Jeder Streik im Sozialen Bereich, in den Krankenhäusern, im Einzelhandel ist auch in dieser Hinsicht ein politischer Streik.

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