Das Statistische Bundesamt hat die neuen Zahlen zur Inflation veröffentlicht. Die Schlagzeilen in diesen Tagen lauten zu diesem Thema: die Inflation sinkt und die Leute würden die Preissteigerungen überschätzen.
Jeder weiß, dass Statistiken nur Durchschnittswerte sind und die eigenen Rechnungen und das, was man für den Wochenendeinkauf zahlt, sind die wirkliche Realität. Aber schauen wir uns die Statistik mal an: die Inflation beträgt aktuell im Durchschnitt 2,3%. Das ist also weniger als die Inflation letzten Dezember, die bei 2,6% lag. Das bedeutet also: die Preise steigen langsamer. Aber sie steigen doch!
Gegenüber 2020 sind die Lebensmittelpreise um 34% gestiegen, Haushaltsenergie um 48% und Benzin/Diesel um 40%. Dazu kommen die Mietsteigerungen. In Berlin haben sich die Mieten für neue Mietverträge innerhalb von 10 Jahren verdoppelt, seit 2020 sind sie um 50% gestiegen. 750 Euro Lohnerhöhung im Monat, wie die BVGler fordern, sind gut kalkuliert.
Sind die Preise zu hoch, ist der Lohn zu niedrig.


