Man kann sich an der Tankstelle nur noch ärgern, aber für manche ist das super… wenn man Eigentümer eines Ölkonzerns ist. Zum Beispiel. Am Ende der Corona-Krise und mit Beginn des Ukraine-Kriegs explodierten schon Preise für Logistik, für Öl, dann für Produktionsketten und am Ende der Nahrungskette standen wir. Weil die Branchen von wenigen Konzernen dominiert sind, konnten sie auf unsere Kosten die Inflation hochtreiben und Extraprofite machen.
Jetzt steigen wieder auf dem internationalen Markt die Ölpreise. Es gibt zwar keinen Mangel an Öl. Das Öl und Gas, das jetzt verkauft wird, stammt auhc noch aus der Vorkriegszeit. Aber Kapitalismus hat seine eigene Logik. Und dazu gehört, dass Konzernvorstände bei jeder Schwierigkeit im Welthandel eine Gelegenheit sehen, erst Recht die Preise zu erhöhen. Sie wissen, ihre Konkurrenten werden dasselbe zur selben Zeit tun. 2022 wurde ein Wort dafür erfunden: Greedflation. Jetzt gibt es ein neues Wort: Warflation. Sie wollen uns ihre Kriege bezahlen lassen: Während iranische und libanesische Arbeiter:innen unter den Bomben leiden, müssen die Arbeitenden hierzulande den Preis für die gestiegenen Gas- und Kraftstoffpreise zahlen, obwohl dieser Krieg ausschließlich zum Profit kapitalistischer Konzerne, insbesondere der Ölkonzerne, geführt wird.
Die Bundesregierung will aber nicht einmal einen Preisstopp gesetzlich anordnen. Sie haben ein Gesetz gemacht, das den Minetalölkonzernen nur noch erlaubt, einmal am Tag die Preise an den Tankstellen zu erhöhen. Wieviel höher darf dann die Erhöhung sein? Wie sie wollen… Was für eine lächerliche symbolische Maßnahme. Sie wollen auf keinen Fall den Konzernen auf die Füße treten, Die einzigen, die ernsthaft ein Interesse und auch die Fähigkeiten haben, die Konzerne zu kontrollieren, sind die Beschäftigten selbst.
Das sind nicht unsere Kriege. Wir wollen dafür nicht zahlen.
Stoppen wir die Kriege! Hoch mit den Löhnen, um die Preissteigerungen auszugleichen, und auch die Sozialleistungen!

