Oktober 22, 2020

Busfahrer in Brüssel: Streik für besseren Gesundheitsschutz

Am 11. Mai haben die Busfahrer der kommunalen Transportgesellschaft Société des transports intercommunaux de Bruxelles (STIB) die Arbeit verweigert, um gegen die Gesundheitsrisiken zu protestieren, die die Lockerungen der Corona-Maßnahmen für sie bedeuten. Es gab bis dahin eine Beschränkung der Anzahl der Fahrgäste pro Verkehrsmittel. Die wurde aufgehoben, damit eine maximale Zahl an Menschen zur Arbeit fahren kann. Die Abstandsregeln (soziale Distanzierung) werden daher nicht eingehalten.

Die Streikenden fordern unter anderem eine Begrenzung der Anzahl der Fahrgäste in den Fahrzeugen, eine häufigere Desinfektion der Fahrzeuge und eine Prämie für die, die während der Ausgangssperren am Steuer saßen. Außerdem verlangen sie die Abschaffung der Strafen, die das Unternehmen bei Nichttragen der Nase-Mund-Masken verhängt.

Weil es keinen gewerkschaftlichen Streikaufruf gab, haben die Beschäftigten beschlossen, sich auf ihr „Zurückbehaltungsrecht“, also ihr Recht, die Arbeit wegen fehlenden Arbeitsschutz und „ernster und unmittelbarer Gefahr“.

Nicht ausgeschlossen, dass diese Art von Streikmaßnahmen noch mehr Arbeitende infiziert.

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